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In und um Lehnin - Kloster und Seen Reise

Das älteste Kloster der Mark

 

Meine heutige Tour starte ich bei traumhaftem Sonnenschein am östlichen Parkplatz in der Nähe des Klosters Lehnin. Als Erstes sei zu erwähnen, der Parkplatz ist kostenlos, genau wie alle anderen Parkmöglichkeiten im Ort. 👍🏻

Koordinaten: 52.32180699275648, 12.746694413687319

 

Von hier aus tauche ich sogleich in die magische Welt des Klosters ein, denn schon auf dem Gehweg erwarten mich erste Zeugnisse einer längst vergangenen Zeit.

 

1180 von Markgraf Otto dem 1. gegründet ist es das älteste Zisterzienserkloster der Mark Brandenburg. Anfangs gab es nur einige provisorische Gebäude und die Mönche, die ihre Felder bestellten und gemäß ihren Regeln allein von Ackerbau und Viehzucht lebten. Nach und nach vergrößerte sich die Anlage. Neben der Torkapelle begann der Bau der imposanten Klosterkirche im spätromanisch - frühgotischen Stil. Im vorderen Teil sieht man deutlich die romanischen Rundbogenfenster, charakteristisch für die Zeit um 1180, im hinteren Teil dagegen die gotischen Einflüsse der Vollendungsjahre der Kirche. Sie gilt als einer der bedeutendsten Backsteinbauten der Mark.

 

Viele der zu sehenden Gebäude und Anlagen kamen erst im 14. Jahrhundert dazu. So der Kornspeicher oder die Außenmauer, die wegen der vielen Unruhen für Schutz sorgen sollte..

Am Eingang jedoch stehe ich vor einem Rest des aus der Anfangszeit stammenden Tetzeltores und der Torkapelle, die heute als Andachtsraum genutzt wird.

Der Weg führt mich weiter zum linkerhand liegenden Kornspeicher, ein imposantes, im 14.Jahrhundert erbautes Hallengebäude, welches den Reichtum des Klosters erahnen lässt. Ursprünglich gab es drei dieser Hallen, doch nach Umbauarbeiten im 16.Jahrhundert blieb nur der heute noch zu sehende Mittelteil übrig. Er ist auch das einzige Gebäude auf dem Gelände, welches noch nicht restauriert ist.

Im Kornspeicher lagerten die Abgaben der Kloster eigenen Dörfer, zu denen auch Blankensee und Zehlendorf, heutiges Berlin Zehlendorf gehörten. 

Von hier aus schlendere ich zum Kräutergarten, der etwas kläglich in einer Wiese liegt. Schöner wäre gewesen den Garten im inneren der Anlage zu sehen.

 

Ich folge dem Weg, der mich über eine Treppe zum großen Kirchenbau bringt. Die Kirche ist geschlossen, ihr wisst schon, C und so schlendere ich um das riesige Bauwerk herum und frage mich dabei, welche Kraft und Disziplin es erfordert hatte sie zu erbauen. 

Obiges Bild zeigt den eigentlichen Garten mit Brunnen. Am gegenüberliegenden Ende ist ein Kreuzgang erhalten, in dem auch zwei Buchnischen der verschollenen Bibliothek zu sehen sind.

Ich folge dem Weg nach links am Kirchenschiff entlang und schlendere durch den rechts liegenden Torbogen des alten Abthauses zum Leibnitzhaus. Von hier gelange ich, der gut erhaltenen Klostermauer folgend zu einer Art Innenhof. Rechterhand steht das Elisabethhaus, von den Mönchen als Brauhaus genutzt, geradeaus das Klostermuseum im ehemaligen Amtshaus, links Scheune, Backhaus und Stallungen, heute Teil der Krankenhausanlage und das Sonnenschlösschen.

Auch das Museum ist leider geschlossen.

 

Mein Weg führt mich wieder zur Kirche zurück. Einer alten Feldsteinallee folgend entdecke ich das Königshaus kurz vor dem Südausgang in die Stadt. Im 14. Jahrhundert erbaut diente es als Hospital. Gleich daneben steht das Falkonierhaus, in welchem sich heute eine Kindertagesstätte befindet. 

Gegenüber entdecke ich das Pfarrhaus. Ich erfahre erst durch die Erklärbärtafel, dass es jüngeren Datums ist. 1845 im neugotischen Stil erbaut, beherbergt es heute die Superintendentur.

 

Reste des ursprünglichen Wehrturms und Teile der Klostermauer um den Tiergarten sind im westlichen Teil der Anlage zu sehen. 

Ich verlasse das Kloster über den Südausgang

Koordinaten: 52.31935020861568, 12.744428857710492

und schlage, am Klostercafé vorbei den Weg ein zum Bohlensteg, der mich ein Stück weit auf das Wasser des Klostersees trägt. Bänke stehen an der Seeseite bereit, ich entdecke riesige Fischschwärme im Wasser, Blesshühner schimpfen, zänkische Graugänse veranstalten eine Wasserflugshow und ich beschließe ein paar Minuten zu verweilen, zu beobachten, zu genießen und mein Tagebuch zu schreiben.

Koordinaten: 52.32016579240171, 12.747708536679866

 

Der Skulpturenpark

Vom Ostausgang der Klosteranlage, meinem Ausgangspunkt, starrte ich den Prinzen, 🚙 er fährt mich ein Stück weiter, Richtung Strandbad mit anschließendem Skulpturengarten.

Koordinaten: 52.32781038143265, 12.746017770505746

Schön an das Ufer des Sees gebaut, stehen hier Ateliers für Künstler zur Verfügung. Mich erwartet eine Ausstellung mit vielen Skulpturen, ein Ufercafé, leider geschlossen, eine Bank, um die Abendsonne zu genießen und zwei lauthals schnatternde Graugänse.

 

Auch wenn ich eher eine Kunsunversteherin bin gefallen mir einige der Exponate ausgesprochen gut. Die Drachenstadt (Bild oben) ist mein Liebling, welch filigrane Arbeit und Schönheit.

 

Damit endet meine Entdeckungsreise ins Kloster und Umgebung. 

 

Fazit: Top 👍🏻

 

Es ist eine Reise wert und gerade im Kloster gibt es reichlich zu entdecken und so viel Geschichte der Mark Brandenburg zu erfahren, dass es hier den Rahmen sprengen würde.

Parkmöglichkeiten: östlicher Parkplatz an der Torkapelle: nur PKW, unbegrenzt, kostenlos

Im Ort an der Straße: mit Parkscheibe, 1-2 Stunden

Auf zwei weiteren Parkplätzen in der Ortsmitte: kostenlos mit Parkscheibe, 2 Stunden

 

Eintritt ins Kloster: kostenlos

Eintritt Museum: 

Nur nach telefonischer Vereinbarung.

Eintritt Museum  Preis p.P.
Erwachsene  3,00 €
Ermäßigt  2,00 €
Familienkarte  7,50 €

Klosterkirche: Montag bis Freitag: 13 - 16 Uhr

Samstag und Sonntag: 13 - 17 Uhr

 

Das Museum war geschlossen. In der Kapelle und in der Kirche ist Mund- und Nasenschutz zu tragen.

 

Stand: April 2021

Quellen:

Zisterzienserkloster Lehnin

Besucherdienst, Museumsleitung

Klosterkirchplatz 4

14797 Kloster Lehnin OT Lehnin

Anmeldung von Führungen:

Tel.: (0178) 61 871 38

Tel.: (03382) 768 842

museum-lehnin@diakonissenhaus.de

 

Klosterlehnin.de

 

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