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1. Advent - Journaling

Journaling ist eine Art der Selbstreflexion die ich absolut liebe. Ich kann es euch empfehlen.

 

Das Journal kann ein ganz einfaches Heft sein, mit Worten beschrieben. Vielleicht möchtet ihr auch Bilder dazu, zeichnen, mit schönen Stiften oder Naturmaterialien einkleben oder Fotos oder Papierfetzen aus Zeitungen.

 

Alles ist erlaubt.

 

Ich habe viele solcher Tagebücher, manche nur hektisch mit Worten bestückt, in Zeiten, in denen es mir nicht so gut ging, andere wieder kunstvoll dekoriert.

 

Für diesen Advent möchte ich mir ein schönes Buch gestalten, welches meine Liebe zur Natur und zu dieser Zeit spiegelt.

 

Wie mein Advent startet:

 

Schon Tage vor dem ersten Advent bin ich mit den Vorbereitungen beschäftigt. Ich fahre in den Wald, räume, putze, suche die Dekoration heraus und bastele meinen Adventskranz.

 

Dieses Jahr ist für mich ein Jahr der Einkehr und des Loslassens, daher entscheide ich mich für einen Kranz aus Holz, den ich wieder verwenden kann.

 

Geschmückt wird er mit Naturgeschenken, Efeu, trockenen Blüten, Schilf, Hagebutten, Hopfen, einfach alles was  sich mir zeigt. Der Spaziergang, mit dem ich das Sammeln verbinde ist kraftvoll und ruhig. Die Natur um mich, ihre reinigende Energie. Was für ein schöner Start in eine Jahreszeit, die ich für mich sehr liebe.

 

Energetisch merke ich, mein Körper zieht sich in der Zeit zurück, möchte am liebsten Winterschlaf halten, wie die Natur.

 

So liebe ich auch meine eigenen Rituale. Mit dem Kranz hole ich mir die letzten Boten des Herbstes ins Haus, er ist für mich das Jahresrad, ich kann ihn drehen und jede Seite zeigt ein anderes Gesicht. Mit den Kerzen bringe ich Licht in die dunkle Jahreszeit, so wie unsere Ahnen, die Kerzen entzündeten, um ihre Arbeit im Haus zu verrichten.

 

Meine erste Kerze zünde ich mit Einbruch der Dunkelheit an, ich liebe das flackernde Licht und die Schatten an den Wänden. Sie erzählen Geschichten, wenn man ihnen lauscht.

 

Als Kind habe ich oft versucht daraus Figuren zu erkennen. Habt ihr das auch getan?

 

Habt ihr schon mal eine Kerzenmeditation gemacht? Probiert mal, eine Weile in die Flamme sehen, fantastische Welten eröffnen sich.

 

Ich finde es übrigens großartig, dass der erste Advent immer ein Sonntag ist und ich frei habe. Ich liebe es lange zu frühstücken, dabei die Wolken zu beobachten oder die dürren Blütenstengel auf dem Balkon, wie sie sich im sanften Wind wiegen. Einfach mal nichts tun, dann tut sich in uns sehr viel.

Vielleicht werden wir wieder zum Kind, entdecken Seiten in uns, die lange vergraben waren, spinnen Fäden aus verrückten Ideen und träumen von Dingen, die wir zu gerne tun möchten.

 

So kommen wir leicht unseren geheimen Wünschen auf die Spur. Es braucht nicht viel, nur ein paar Wolken, dürre Stengel und Wind.

 

Der Kaffee ist schon kalt geworden und ich bin um eine geniale Idee reicher. Sie wird gleich notiert.

 

Das Journaling ist ein Brauch, der mich durch's ganze Jahr begleitet. Träume, Gefühle, Wünsche, Erkenntnisse - alles wandert in mein Tagebuch.

 

Daraus entstand die Idee für das Adventworkbook.

 

Und kulinarisch so?????

 

Früher wurden bei uns Plätzchen gebacken, Stollen gegessen und dicke Braten wanderten am Mittag auf den Tisch. Vorbei

 

Da ich keinen Zucker mehr esse und auch keine dicken Braten sieht mein kulinarischer Advent nicht viel anders aus als die übrigen Tage im Jahr. Heute verarbeite ich das letzte Stück Butternut Kürbis zu Suppe. Ich hatte ihn mir auf meinen Ausflügen in der Umgebung mit gebracht. Sie lagen auf Tischen vor Häusern oder Gärten, kleines Preisschild dran. Meins.

 

Kürbissuppe geht für mich immer, ich habe noch Hasenkopfäpfel vom Baum hinter dem Haus und Kartoffeln vom Bauern in der Nähe. Diese drei und später geröstetes Kürbiskernöl ergeben mein Adventsmenue heute.

 

Damit meine Vögel, die mich auf dem Balkon besuchen, auch etwas Leckeres bekommen habe ich Mehlwürmer gekauft. Bisher hat sich noch keiner blicken lassen. Ich bin mir nicht ganz sicher ob Berliner Spatzen Mehlwürmer kennen.

 

Die Sonne kommt hervor, ich bin dann mal kurz draußen.

 

 

Die Liebe zum Räuchern!

 

Es ist Zeit zu räuchern, ich liebe es intuitiv in meine Kräuter zu greifen und mir ein Mischung zu kreieren.

Heute wähle ich Beifuß, Lavendel, Rosenweihrauch, Basilikumblüten und Malve.

Basilikum liebe ich wegen dem herrlichen Duft und als Schutz- und Reinigungsräucherung. Nebenbei, sie ist auch ein gute Wahl für die Rauhnächte.

 

Malve hat einen fast lieblichen Duft, sie schafft Harmonie und Balance.

 

Weihrauch, besonders den Rosenweihrauch wähle ich fast immer, er riecht einfach himmlisch. Weihrauch klärt den Geist, reinigt die Energiekanäle und löst Stress.

Beim Rosenweihrauch müsst ihr aufpassen, dass kein synthetisches Öl zugesetzt wurde. Ihr könnt ganz normalen Weihrauch verwenden und mit einem winzigen Tropfen reines ätherisches Rosenöl beduften.

 

Beifuß gehört ebenso zu meinen Lieblingen, der Duft ist erdig, männlich, etwas bitter und sehr wirkungsvoll. Er reinigt Räume und Energien, öffnet unseren Geist und gilt als Schutz vor negativen Schwingungen. Außerdem hilft er Intuitivität und Weiblichkeit zu stärken.

Beifuß ist fast überall zu finden und duftet am intensivsten, wenn man ihn in der Nähe pflückt und trocknet.

Das war mein erster Advent und mein Workbook. So oft es geht werde ich meine Tage darin festhalten, Gedanken, Wünsche, Ideen.

 

Gefällt euch die Idee? Steigt gerne mit ein.

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