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Wie war mein erster Ausflug mit dem Audi Van


 Der Audi Van, ein kleiner Scherz von mir. #audivan, gab es tatsächlich noch nicht.😉

 

Ich habe beschlossen meine erste Reise ganz in Ruhe am Nachmittag zu starten und dann möglichst weit die A 9 zu fahren, auf alle Fälle bis hinter die ehemalige Grenze.

Absichtlich habe ich mir keinen Übernachtungsplatz ausgesucht. Auf dieser Reise soll allein meine Intuition entscheiden. Ich bleibe im Jetzt und achte auf die Signale aus meinem Inneren.

Natürlich wollen die Gedanken hin und wieder die Kontrolle zurück aber ich schickte sie in mütterlicher Ruhe fort.

Zwischendrin halte ich am ehemaligen Grenzübergang, genieße die abendliche Sonne und sitze ganz gemütlich im Heck, um meine leckere Zucchinipfanne zu löffeln.

Am Morgen hatte ich Reste aus dem Kühlschrank verwertet und alles zu einer großen Pfanne mit Tomatensoße verkocht. Diese gab es jetzt in meiner Schafschüssel zusammen mit Reis.

Die frühere Tina hätte sich ein schnelles Brötchen an der Tanke geholt, der Gedanke zeigt sich aber ich gebe ihm keinen Raum.

 

Je mehr die Sonne schwindet desto lauter wird die Stimme in meinem Kopf, du musst irgendwo anhalten, am besten schlafen wir auf einem Rastplatz. Ich lächele, Nein, das tun wir nicht.

Könnt ihr euch die Verzweiflung meiner Gedanken vorstellen, kicher.

 

Es ist noch ausreichend hell und ich habe gerade Bayreuth passiert als ich den Impuls warnehme an der nächsten Raststätte zu halten. Das kommt mir gelegen, ich bin ja sonst eher die Kurzstreckenfahrerin und mein Hintern tut mir inzwischen ziemlich weh. 🙈

 

Auf der Raststätte bediene ich mich moderner Möglichkeiten, für die ich echt dankbar bin. Google hilft mir das umliegene Land zu erforschen und bei Park4night sehe ich 3 km entfernt einen Wanderparkplatz mitten im Wald.

Ich füttere das Navi und fahre hin.

Wow, wie schön. Vögel zwitschern in den Bäumen, frisches Grün lacht mich an, die Sonne verzaubert den Platz mit ihrem goldenen Abendlicht. Genau was ich mir gewünscht hatte.

Ich bin nicht allein, was mir ganz gelegen kommt. Mittels App kontrolliere ich die Neigung und stelle das Auto so, dass ich entsprechend gerade stehe. Dann packe ich mir mein Abendessen zusammen und gehe zu den Bänken hinüber. Eine Gruppe junger Leute sitzt an dem großen Picknicktisch und kocht. Laut schnatternd und lachend werden Kartoffeln geschält, Zwiebeln geschnitten und Speck angebraten. Es riecht köstlich. Ich löffele meine Zucchinipfanne und genieße die ausgelassene Stimmung. 

 

Weiter hinten entdecke ich einen Unterstand. Seine hölzernen Bänke sind mit bunten Schlafsäcken belegt. Eine Hängematte wartet zwischen zwei Bäumen auf den müden Gast und im nahen Wald entdecke ich ein Tarp.

 

Früher wäre ich in meinem Auto sitzen geblieben, alleine. Ihr könnt euch vorstellen wie stolz ich auf mich bin.

 

Kurzum hole ich noch mein Strickzeug heraus und nehme wieder am Tisch Platz. Ein junger Mann stellt mir eine der Campingleuchten hin, damit ich die Maschen besser sehe. 🙏

Ich fühle mich so wohl wie lange nicht mehr. Improvisation und minimalistische Einfachheit, Freude am Miteinander, teilen und Achtsamkeit, alles ist hier vorhanden.

Erst spät am Abend, die Nacht hat bereits das Zepter übernommen, gehe ich zum Auto zurück.

 

Neben mir war noch ein Pickup dazu gekommen, zwei Mädels bauen auf der Ladefläche ihr Zelt auf, wir winken uns kurz zu. Ich lasse Wasser in meine faltbare Schüssel von Outdoor Panda* laufen, wasche mich, putze Zähne und bin bereit für die Nacht.

Bevor ich jedoch schlafen kann gibt es im Auto noch einiges zu tun. Oben seht ihr meinen Setup für die Nacht.

Um vor Blicken geschützt zu sein habe ich mir zwei Sonnenfolien gekauft. Eine klemme ich an der Frontscheibe mit den Sonnenblenden fest. Im Heck klebe ich doppelseitiges Klebeband an, bestücke es mit Klett und hefte die zweite Folie daran fest. Nun folgen die hinteren Seitenfenster. Dafür habe ich mir im Vorfeld zwei Autosocken von Sunprotec bestellt. Sie verdunkeln, halten Mücken ab und lassen Blicke draußen. Perfekt, ich bin absolut zufrieden damit.

Was ich unbedingt brauche ist eine geeignete Lampe, damit ich nicht die Starterbatterie zu sehr entlade.

 

Bettzeit, die Stunde der Wahrheit 🛌

 

Im Wald ist es angenehm kühl. Ich bin bei 35 Grad in Berlin gestartet und schlafe bei 22 Grad herrlich tief und fest. Der Schlafsack ist mir viel zu warm.

Das Fenster hätte ich einen Spalt öffnen können aber da Regen angesagt ist traue ich mich das nicht.

Die Nacht ist speziell, es regnet aufs Dach, was sich anfangs wie Donnerschläge anhört ich aber später genieße. Ich liebe die Geräusche des Regens auf Dächern.

Hatte ich geglaubt Angst zu haben so stellt sich diese gar nicht ein. Anfangs fühlt sich alles etwas klein und eng an aber das legt sich schnell als ich beschließe zu vertrauen.

 

Am Morgen wache ich gegen 6 Uhr auf, die Matratze ist nicht wirklich geeignet, ich merke jeden meiner Rückenmuskeln. Außerdem ist mir die Fläche für die Füße, die sich zwischen meine Lehnen der Vordersitze klemmen müssen, zu eng.  Oh oh, wie soll das 5 Nächte funktionieren? Ob ich mir doch lieber ein Zimmer nehme?

 

Wie es weiter geht erfahrt ihr im nächsten Bericht.

 

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Vielen Dank dafür 💖

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