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Kräuterküche - Senf selbst gemacht

Sobald ich die ersten Kräuter vom Balkon ernten kann, fallen mir so viele Rezepte ein, auf die ich im Winter verzichten musste und ich überschlage mich fast vor Ideen.

 

Habt ihr schon einmal selbst gemachten Senf gegessen?

 

Das scharfe Gewürz ist schon seit dem Altertum bekannt und beliebt. Ja, man gab gerne seinen Senf dazu, denn er war preiswert und wurde wegen der heilenden Kräfte geschätzt.

 

Antibiotisch, durchblutungsfördernd und appetitanregend sind nur einige der positiven Wirkungen die im zugeschrieben werden.

 

Senföle und Sinigrin zeichnen verantwortlich für die Schärfe, die übrigens erst in Verbindung mit Flüssigkeit zu Tage tritt.

 

Manche mögens heiß...ähhh...scharf, dafür eignen sich die schwarzen Senfkörner am besten. Ich bevorzuge die hellbraunen Körner, sie ergeben einen milden bis mittelscharfen Senf, je nach Art der Zubereitung.

 

Grob oder fein? Wer fein bevorzugt kann die Samen entweder selbst mahlen oder schon fertiges Senfmehl kaufen. Die Weiterverarbeitung ist für beide Varianten gleich.

 

Mit dem Mond in den Zeichen, Widder, Stier oder Steinbock braucht man auch keine Angst vor Schimmel zu haben. Generell ist ein selbstgemachter Senf, je nach Zutaten, bis 4 Wochen im Kühlschrank haltbar.

 

Gekaufter Senf ist durch seinen Anteil an Kurkuma oft mehr oder weniger Senfgelb. Gebt ihn dazu, wenn ihr eine besonders schöne Farbe oder noch mehr gesunde Wirkstoffe möchtet.

 

Mein Rezept heute besteht aus:

25gr. Senfkörner (hell)

25gr. Apfelessig

25 gr. Waldhonig

ca.10gr. frische Kräuter

1 Prise Salz

1 Prise Schwarzkümmel

 

Die Kräuter könnt ihr variieren, Küchenkräuter, Wildkräuter. Ich hatte Petersilie, Bergbohnenkraut, Kerbel, Liebstöckel, Zitronenthymian, Zitronentagetes, Basilikum African Blue, Vietnamesischer Koriander, Zimmerknoblauch, Lemon Monarde, eine Blüte der Kapuzinerkresse.

 

Verarbeitung:

 

Schritt 1: ich weiche die Senfkörner in etwas kaltem Wasser ein, dazu verwende ich ein Glas mit Deckel. So können sie über Nacht quellen.

 

Am nächsten Morgen:

Senfkörner in ein feinsn Sieb geben, abspülen und in Mixer (Blender) geben.

Kräuter grob hacken, zum Senf geben.  Restliche Zutaten zufügen. Alles grob bis mittelfein mixen und in ein sterilisiertes Gefäß mit Deckel füllen.

 

Jetzt darf der Senf reifen, je älter desto besser. Ich finde ihn nach 3-5 Tagen so richtig lecker.

 

Variationen:

Statt Apfelessig geht auch Weinessig gut. Für einen noch milderen Senf kann 1/3 des Essigs durch Wasser ersetzt werden.

 

Wer es vegan mag kann den Honig durch Datteln ersetzen. Diese werden am Vorabend eingeweicht und statt des Honigs in den Mixer gegeben. Das Dattelwasser auffangen. Es macht den Senf bei Bedarf sämiger.

 

Nun seid ihr dran.

Welche Kreationen sind eure Favoriten?

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