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Magisches Kräuterportrait Weißdorn

Ich liebe Pflanzen, die wir für Heilzwecke oder in der Küche verwenden können. Es ist so spannend sie zu entdecken. Kräuter sind eine meiner Leidenschaften.

 

Neulich, ich wanderte gerade um einen See, entdeckte ich blühende Weißdornbüsche. Von ihnen will ich euch heute berichten.

 

Oben im Bild seht ihr den Washington Weißdorn, ein Zierstrauch, der in Gärten zu finden ist und sich von dort in die Natur ausgebreitet hat. Ihr erkennt ihn ganz leicht, er hat keine Dornen.

 

Die beiden heimischen Sorten, Crataegus monogyna/laevigata, der eingriffelige und der zweigriffelige Weißdorn dagegen sind an den Ästen und Gabelungen bedornt.

Ob und wie die Amerikanische Art für Heilanwendungen geeignet ist entzieht sich meiner Kenntnis.

 

Der heimische Weißdorn ist ein wahrlich kraftvoller und magischer Strauch, der schon von den Kelten vielseitig verwendet wurde. Es ranken sich zahlreiche Mythen um ihn.

 

So soll es eine Ausgabe der Artussage geben, in der Morgana Merlin in einen Weißdornbusch verwandelt. Außerdem wird er mit dem heiligen Gral in Verbindung gebracht.

 

Beobachten wir einen blühenden Weißdorn, können wir jede Menge Nektar sammelnde Kleintiere daran entdecken. Er gehört zu den Vogelschutzgehölzen und wird von Fliegen, Wildbienen, Hummeln, Hornissen, Schmetterlingen und Vögeln gern besucht.

 

Verwendung: Blüten, Holz, Blätter, Beeren.

 

Da sein Holz sehr hart ist wurde es für Spazierstöcke und Werkzeugstiele verwendet aber auch für Nähnadeln oder Häkelhaken.

Die getrockneten Kerne machen sich in Rasseln sehr gut aber auch als Kaffeeersatz. In Notzeiten wurde das Fruchtfleisch der getrockneten Beeren als Mehlersatz hergenommen. Es schmeckt wirklich mehlig, mein Fall ist es nicht. Dennoch, ihr könnt die Beeren schonend trocknen und später in einen Haustee mischen.

 

Die Blätter ernte ich wirklich nur, wenn sie ganz jung sind. Dann schmecken sie gut im Salat. Getrocknet können auch sie dem Haustee beigemischt oder zu Tabak verarbeitet werden.

 

Untersuchungen zur Wirksamkeit des Weißdorns gab es erstmals im 19. Jahrhundert. Ich selbst habe schon Weißdornwein aus den Blüten hergestellt. Mal ein Gläschen soll das Herz stärken, was auch das Hauptanwendungsgebiet des Weißdorns beschreibt. Seine Sanftheit soll den Blutdruck regulieren allerdings darf er eine Weile angewendet werden da die Wirkung sich langsam aufbaut.

 

Jetzt im Frühjahr kann man gut von den Blüten naschen, auch im Salat sind sie lecker. Für Heilanwendungen wird ein Tee oder eine Tinktur aus ihnen empfohlen. Man sammelt an unbelasteten Stellen von Mai bis Juni.

 

Für einen Tee nimmt man 2 Teelöffel getrocknete Blüten oder Blätter und Blüten gemischt. Mit heißem Wasser übergießen. Der Tee kann gesüßt oder pur getrunken werden.

Ich mische die Blüten mit in meinen Haustee.

 

In der Volksheilkunde wird er bei Kreislaufbeschwerden, Schwindel, Durchblutungsstörungen, Herzerkrankungen, Migräne, Schlafstörungen,Wechseljahresbeschwerden, Angsterkrankungen, Tinitus empfohlen.

 

Seine Inhaltsstoffe: Flavonoide, Ätherische Öle, Vitamin C und B, Gerbstoffe und Pektine, sie sollen für wärmende, stärkende, durchblutungsfördernde, zusammenziehende und beruhigende Eigenschaften verantwortlich sein.

 

 

Magisch wird der Weißdorn als Schutzkraut genutzt. Er ist der Baum der Feen und guten Elfen.

 

In England gehört er neben Eiche und Esche zur Baumfeen Dreiheit. Heißt, wo diese Drei zusammen stehen kann man Feen und Elfen sehen. Oft wurden unter Weißdornbüschen Feen gesichtet.

 

In Irland darf ein Weißdorn, in dem die Feen wohnen nicht gefällt werden. Wenn doch soll es Unglück für die ganze Familie und das Vieh bringen.

 

An Feldern wurden Hecken aus Weißdorn gepflanzt, sie schützten das Vieh, es konnte nicht hindurch und ausbüxen. Aber auch um Grundstücke gepflanzt hielt eine solche Hag, daher auch der Name Hagedorn, ungewollte Besucher ab.

 

Die Weißdornbeeren sind dem Mars geweiht, er steht für das Feuer und die sanften Blüten werden dem Mond zugeordnet und damit dem Wasserelement.

 

Mit einem an Vollmond geschnittenen Weißdornzweig wird der Ritualkreis gezogen, das bedeutet besonderen Schutz. Einige Ritualplätze sind auch mit Weißdornhecken umgeben. Für die Jahreskreisfeste kann man Weißdornstöcke im Kreis stecken, die man später vielleicht weiter verwendet für Nähnadeln oder ähnliche Helfer.

 

Magische Räucherungen mit Weißdorn wurden gegen Krankheiten und Dämonen eingesetzt. Es werden alle getrockneten Pflanzenteile verwendet.

 

Ich werde das nächste Mal genauer nach Feen Ausschau halten.

 

Bitte beachtet, dass Rezepte aus Weißdorn keinen Besuch bei einem Arzt oder Heilpraktiker ersetzen.

 

Magische Grüße

Tina

 

 

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